Alte Handys zum Kirchentag mitbringen

29 Mai

Partner der Handy-Aktion informieren in Stuttgart über die Handy-Aktion fragen. durchblicken. handeln.

Pressemeldung der Firma Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.
Alte Handys zum Kirchentag mitbringen


Gold, Silber, Platin, Palladium, Kupfer- jedes Handy birgt Schätze an teuren und seltenen Rohstoffen. 10 Millionen – oftmals funktionierende – Althandys landen jährlich in deutschen Mülltonnen statt auf dem Recyclinghof. Organisationen aus Kirche und Zivilgesellschaft in Baden-Württemberg setzen auf dem Kirchentag ein Zeichen für den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und sammeln Althandys.

100.000 Althandys in zwei Jahren – das ist das quantitative Ziel der Handysammelaktion. Qualitatives Ziel ist es, mehr Bewusstsein für den Umgang mit Ressourcen zu schaffen und ungenutzte Handys zu recyceln. Zum Kirchentag sollen die Besucher ihre gebrauchten Mobiltelefone mitbringen, die sie an drei Stellen abgeben können. Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) sammelt im Zentrum Jugend im NeckarPark, das Deutsche Institut für ärztliche Mission (Difäm) auf dem Markt der Möglichkeiten auf dem Cannstatter Wasen und das Diakonische Werk Württemberg im Diakonie-Viertel an der Leonhardskirche. Die Erlöse aus der Aktion gehen zu gleichen Teilen an Entwicklungsprojekte der kirchlichen Träger und an Umwelt- und Naturschutzprojekte der Deutschen Umwelthilfe. Die Deutschen Umwelthilfe (DUH) und die Telekom Deutschland unterstützen die Aktion mit dem neu entwickelten Handysammelcenter.

„Der Konsum bei uns hat weltweite Auswirkungen“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, Landesstelle Brot für die Welt. „Jedes recycelte Handy ist ein Zeichen für unsere Wertschätzung der Schöpfung. Ein Beitrag, diese zu bewahren und verantwortungsvoll mit Mensch und Umwelt umzugehen.“ Zu diesem Thema gibt es beim Kirchentag verschiedene Veranstaltungen und Diskussionen. Bas Van Abel, der Kopf des „Fairphone“, wird beispielsweise am Samstag in die Hanns-Martin-Schleyer-Halle kommen und sich mit dem ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und dem Kirchentagspräsidenten Andreas Barner am Hauptpodium „Verantwortung, Markt, Ordnung“ beteiligen.

Schirmherr der Handy-Aktion ist Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten in Baden-Württemberg.

Partner der Sammelaktion sind das Diakonische Werk Württemberg, Landesstelle Brot für die Welt, die württembergische und die badische Evangelische Landeskirchen, das Difäm – Deutsches Institut für Ärztliche Mission e.V., das Evangelische Jugendwerk in Württemberg, die Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart, das EPiZ – Entwicklungspädagogisches Informationszentrum Reutlingen und der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB).

Hintergrund

Gebrauchte Handys sind zu schade zum Wegwerfen und enthalten wertvolle Rohstoffe, die nicht verloren gehen sollten. Vielen Handynutzern sind die globalen Zusammenhänge in der Handyproduktion und deren Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft wenig bewusst. Daher haben sich erstmalig Kirchen und Organisationen aus der Zivilgesellschaft in Baden-Württemberg zusammengeschlossen, um gemeinsam gebrauchte Mobiltelefone zu sammeln und über die ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Herstellungsprozesses zu informieren. In den nächsten zwei Jahren sollen 100.000 Althandys zusammenkommen, die entweder weiterverwendet oder umweltgerecht recycelt werden.

Im Trägerkreis haben sich verschiedene Organisationen aus Baden-Württemberg zusammengeschlossen, die gemeinsam aktiv werden wollen. Sie kommen aus der Jugendarbeit, aus Kirche und Zivilgesellschaft, Aktionsgruppen, Fachdiensten und Eine-Welt-Organisationen. Die Projektpartner sprechen Kirchengemeinden, Schulklassen, Kommunen, außerschulische Bildungsträger sowie Einzelne oder Gruppen mit der Handy-Aktion an.



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Das Diakonische Werk Württemberg mit Sitz in Stuttgart ist ein selbstständiges Werk und der soziale Dienst der Evangelischen Landeskirche und der Freikirchen. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes unterstützt der Wohlfahrtsverband im Auftrag des Staates hilfebedürftige Menschen. Das griechische Wort "Diakonia" bedeutet "Dienst". Die Diakonie in Württemberg ist ein Dachverband für über 2.000 Einrichtungen und Dienste. Über 45.000 hauptamtliche Mitarbeiter und mehr als 35.000 Ehrenamtliche betreuen über 275.000 Menschen in Beratungsstellen oder Einrichtungen, in denen sie leben. Es sind Kinder, Jugendliche und Familien, Menschen mit Behinderungen, alte und pflegebedürftige Menschen, Arbeitslose, Wohnungslose, Überschuldete und andere Arme, Suchtkranke, Migranten und Flüchtlinge sowie Mädchen und Frauen in Not. Täglich erreicht die württembergische Diakonie über 100.000 Menschen. Das Diakonische Werk Württemberg ist ebenfalls Landesstelle der Internationalen Diakonie, Brot für die Welt, Diakonie Katastrophenhilfe und Hoffnung für Osteuropa.


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