KindergartenpädagogInnen Österreichs wehren sich

17 Okt

ElementarpädagogInnen forden qualitative Rahmenbedingungen für ihre Arbeit mit 0-6jährigen

Pressemeldung der Firma Plattform EduCare
ElementarpädagagogInnen-Protest


„Im Sinn der uns anvertrauten Kinder lassen wir es uns nicht mehr gefallen, dass von der Politik offensichtlich nur ein quantitatives Angebot angestrebt wird, die qualitativen Standards in den Kindertageseinrichtungen jedoch vernachlässigt werden!“, ist der Protestruf der ElementarpädagogInnen Österreichs, die dafür nun auch eine Facebook-Site eingerichtet haben: http://www.facebook.com/….

Ohne die entstprechenden Rahmenbedingungen sowie ausreichendes und pädagogisch gut qualifiziertes Personal können die elementarpädagogischen Einrichtungen keine Bildungseinrichtung sein. Daran ändert auch ein verpflichtendes Kindergartenjahr, die verpflichtende Sprachförderung und ein bundesweit gültiger BildungRahmenPlan nichts.

Die ElementarpädagogInnen habe den Eindruck, dass alles still steht – die in den Beratungen des Parlaments zum Bildungsvolksbegehren so positiven Eindrücke für einer „kopernikanischen Wende“ in der Elementarpädagogik haben sich jedenfalls bisher als trügerisch erwiesen.

Kein Wunder, dass sich bundesweit bei allen Betroffenen – TrägerInnen-Einrichtungen und MitarbeiterInnen, Eltern und Kindern – Frustration breit macht und immer vehementer eingefordert wird, dass Studienergebnisse und internationale Erfahrungen endlich auch in Österreich ernst genommen werden.

Die ElementarpädagogInnen, die sich Eltern und Kindern verpflichtet fühlen, wollen ihre Verantwortung wahrnehmen: die Politik verwehrt ihnen aber das notwendige qualitative Umfeld.

Ein Bundesrahmengesetz zur Qualitätssicherung in allen elementaren und außerschulischen Bildungseinrichtungen, ist eine unabdingbare Forderung der elementarpädagogischen Community. Dieses Rahmengesetz muss unter Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten Richtlinien für Öffnungszeiten sowie Standards für Gruppengrößen und Personalschlüssel enthalten und die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für ElementarpädagogInnen und das weitere Personal in den Kindertagesstätten regeln und auch die übrigen Bildungs- und Betreuungsformen – wie Kindergruppen, Tagesmütter u.a.m. – miteinbeziehen.

Es kann nicht sein, dass Eltern, Kinder und PädagogInnen in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Betreuungsschlüssel, höchst differierende Öffnungszeiten und in wesentlichen Punkten moderner Elementarpädagogik gravierende Auffassungsunterschiede zu Bildung und Betreuung in Kauf nehmen müssen.

Die unterschiedliche Gesetzgebung der Bundesländer im Elementarbildungsbereich erschwert zudem die Umsetzung innovativer Bildungs- und Betreuungsprojekte und die Verbesserung pädagogischer und struktureller Qualität

Die ElementarpädagogInnen fordern daher nachdrücklich

ein flächendeckendes Angebot an elementarpädagogischen Einrichtungen (Krabbelstuben, Kinderkrippen, Kindergärten…), sowie bundesweite Ganztagsangebote,

ein Bundesrahmengesetz zur Qualitätssicherung in elementaren und außerschulischen Bildungseinrichtungen,

die Gleichstellung der Kindergärten mit den Schulen und der KindergartenpädagogInnen mit den LehrerInnen,

die Aufwertung des PädagogInnen-Berufes durch gemeinsame tertiäre Ausbildung und einheitliche Besoldung,

ein verbindlicher Ausbau – und Finanzierungsplan für alle Bildungseinrichtungen von den Elementarbildungseinrichtungen bis zu den Hochschulen und Universitäten,

die jährliche kontinuierliche Erhöhung der öffentlichen Finanzierung aller Bildungseinrichtungen auf mindestens 2% des BIP im Jahre 2020

Bund, Länder und Gemeinden müssen endlich bei der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder an einen Strang zu ziehen und gemeinsame und einheitliche Lösung erarbeiten!



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